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Artikel Münchner Kirchenzeitung

Ein Ort zum geistlichen Auftanken

Die Communität IHS hat in Ambach am Starnberger See ihr Zuhause gefunden

Gabriela Grunden (rechts) und Marianne Müllner genießen den schönen Garten direkt  am See.

Gabriela Grunden (rechts) und Marianne Müllner genießen den schönen Garten direkt am See.

"Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen an Leib und Seele wieder gesunden. Dafür haben wir einen passenden Ort gesucht." Gabriela Grunden sitzt mit ihrer Mitschwester Marianne Müllner bei herrlichem Wetter auf der Terrasse, denn die Mitglieder der Communität IHS haben ihr Zuhause inzwischen gefunden. Durch eine E-Mail erfuhren sie, dass die Familienschwestern für ihr Erholungshaus in Ambach am Starnberger See Mieter suchten, die die spirituelle Nutzung des Anwesens fortführen sollten. Die Familienschwestern selbst mussten das Haus aus Altersgründen aufgeben. Das Gebäude hat neun Gästezimmer und liegt direkt am See – mit eigenem Badeplatz. Die Communität IHS gründete einen gemeinnützigen Verein, der seit Februar 2012 Mieter des Schwesternhauses ist. "Wir möchten Menschen einen Freiraum öffnen, damit sie wieder ihre eigenen Ressourcen entdecken. Wer bei uns einige Tage verbringen möchte, sollte spirituelle Offenheit mitbringen und psychisch stabil sein."

Aus vier Frauen besteht die Communität inzwischen. Drei von ihnen leben permanent in Ambach: Kyrilla Schweitzer (58) ist als Exerzitienreferentin im Exerzitienhaus Leitershofen der Diözese Augsburg tätig. Gabriela Grunden (52) ist promovierte Theologin und leitet die Glaubensorientierung beim Ordinariat der Erzdiözese München und Freising. Die dritte im Bunde, Marianne Müllner, arbeitet als Diplom-Ingenieurin für Architektur im Bereich der Kirchensanierung. Sie gehört seit Anfang 2015 der Communität an. Aus der Ferne begleitet das vierte Mitglied der Gemeinschaft ihre Mitschwestern: Die 42-jährige Dorothee Stitz wirkt als Klinikseelsorgerin und Pastoralreferentin in Fulda und ist der Communität vor allem durch das Gebet verbunden.

„Wir hatten vor der Gründung der Communität auch überlegt, uns einer bestehenden Gemeinschaft anzuschließen“, erzählt Gabriela Grunden, „aber diese Möglichkeit hat sich damals nicht ergeben.“ Die vier Frauen orientieren sich an den evangelischen Räten, eine Ordensgemeinschaft im klassischen Sinne sind sie nicht. Die Spiritualität der Communität ist ignatianisch: Gott suchen und finden in allen Dingen. „Wir gehen geschwisterlich miteinander um und sprechen uns auch mit ‚Schwester‘ an“, erzählt Marianne Müllner. Die 49-Jährige Berlinerin lernte die Gemeinschaft im Rahmen von Einzelexerzitien kennen: „Das Einfache sagt mit sehr zu und passt zu mir. Es hat sich rasch ein Vertrauensverhältnis zu meinen Mitschwestern aufgebaut. Die kleine Gemeinschaft ermöglicht es, Bezug aufeinander zu nehmen, lieben und empfangen zu können. Ich kann zudem hier meine Beziehung zu Gott in einer Freiheit leben, die mir angemessen ist.“

Den Namen IHS wählte die Gemeinschaft spontan, als sie die Zeichen auf dem Holzofenbrot sah, das ins Haus geliefert wird. „Communität IHS“ steht auch auf der Kette, die jedes Mitglied um den Hals trägt. Am Morgen trifft man sich zu einer halbstündigen Gebetszeit und dem gemeinsamen Frühstück, am Abend zu einem kurzen Austausch. Die Communität ist durchaus offen für neue – möglicherweise auch männliche – Mitglieder, derzeit aber nicht aktiv auf der Suche.

Die Gemeinschaft bietet ignatianische Exerzitien und Seminare an, „die Menschen zum Beten und geist- licher Erneuerung bringen“, so Gabriela Grunden. „Die Nachfrage nach Gesprächsbegleitung ist sehr groß. Wir nehmen Menschen aller Konfessionen, wenn deren Herz auf der Suche ist.“ Die gesamte Organisation sowie alle häuslichen Aufgaben erledigt die Gemeinschaft selbst, sie hat keine Angestellten. Gäste erhalten Frühstück und versorgen sich tagsüber in der Regel in der Gästeküche selbst. Nur bei Kursen gibt es Vollverpflegung. Auch externe Gruppen haben die Möglichkeit, Kurse im Ambacher Schwesternhaus zu veranstalten.

Die Communität IHS hat noch viele Pläne, beispielsweise eine tägliche Gebetszeit für Menschen von außen. „Wir schauen optimistisch in die Zukunft“, sagt Marianne Müllner, „unser Ziel ist es, die Verbundenheit zwischen den Menschen zu stärken, wach zu bleiben und mit Gott im Gespräch zu sein.“

Ein Artikel aus der Münchner Kirchenzeitung vom 6.9.2015. Das Interview führte Petra Altmann.

Wir sind eine ignatianische Gemeinschaft.

Zu unserer Spiritualität gehört ein einfacher Lebensstil, das tägliche Hören auf Gottes Wort, im Gottesdienst, im Alltag, im Gebet, in der Gastfreundschaft, in den täglichen Begegnungen und der Arbeit.

Unsere Gemeinschaft trägt den Namen IHS*, ein altes christliches Logo. Und darum geht es uns: Jesus Christus nachfolgen mit unserem Leben.

Zur Zeit leben wir zu viert in der Communität. Wer sich uns anschließen möchte, oder eine Zeitlang mitleben möchte, ist herzlich willkommen.

* IHS nach dem Franziskaner Bernhardin von Siena (1380-1444) ein altes Christus-Monogramm

Impressionen

Ein paar Bildeindrücke von unserem Haus und der Umgebung:

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie.